Geschichte

Am 15. Mai 1959, zu Pfingsten, wurde zuerst das Nichtschwimmer-Becken eröffnet. Am 01. Juni 1960 kam dann das Schwimmer-Becken dazu. Auf dieser Luftaufnahme ist der Nichtschwimmer-Bereich bereits fertig, und das 50m-Becken wird gerade gebaut.

Das Uetzer Bauunternehmen Stolte war maßgeblich an der Entstehung des Uetzer Freibades beteiligt. Adolf Stolte und seine Mitarbeiter bauten die Durchwartebecken, den Sprungturm, die Startblöcke und vollzogen die Betonarbeiten an Planschbecken, Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken.

Das Burgdorfer Kreisblatt berichtet Pfingsten 1959:

Uetzes moderne Schwimmbad-Anlage eingeweiht

Der erste Bauabschnitt ist jetzt fertiggestellt – Kosten für die 2. Bauetappe 300 000 DM

Uetze. Auch die Gemeinde Uetze ist jetzt stolze und glückliche Besitzerin eines neuen, modernen Schwimmbades. Nach Beendigung des ersten Bauabschnittes wurde das Hauptgebäude, das 750 qm große Nichtschwimmer- und das Planschbecken (120 qm) gestern feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Eine große Anzahl von Jungen und Mädchen hatte sich vor den Toren der Schwimmstätte gestaut und wartete auf die Freigabe „ihres Bades“. Bei Wassertemperaturen von 18 Grad wickelte sich in beiden Becken bald ein munterer Badebetrieb ab. Die Anlage umfasst 22 000 qm Gelände. Das Uetzer Freibad verspricht eine der schönsten Anlagen des Kreises Burgdorf zu werden. Schon nach Vollendung des 1. Bauabschnittes tritt zu Tage, daß Zweckmäßigkeit und Schönheit hier harmonisch vereint sind.

Noch in diesem Jahr soll der 2. Bauabschnitt, dessen Kostenvoranschlag mit 300 000 DM um 36 000 DM höher liegt als die Ausgaben für die 1. Bauetappe (einschließlich der Ausgaben für den Geländeerwerb 264 000 DM), in Angriff genommen werden. In weiter Ferne steht vorerst noch der 3. Bauabschnitt, in dem die Pläne für einen Erfrischungsraum, eine Schwimmeister-Wohnung und die überdachte Eingangshalle in die Tat umgesetzt werden sollten.

Das Burgdorfer Kreisblatt berichtet am 02. Juni 1960:

Uetze blickt stolz auf sein Bad

Die Ansprachen bei der Übergabe – Weitere Pläne: Sauna und Wannenbäder

Uetze. Am Dienstag erfolgte in aller Stille die Abnahme des 2. Bauabschnittes der Uetzer Badeanstalt, zu der außer dem gesamten Rat der Gemeinde auch Oberbaurat Dr. Kluge aus Celle und der Vertreter der Regierung Lüneburg, Reg.-Sportrat Peugschat, erschienen waren. Zum Kreis der Teilnehmer gehörten ferner die am Bau beteiligten Handwerksmeister, die Lieferfirmen und natürlich Bademeister Wagner. In seiner Ansprache wies der Bürgermeister darauf hin, daß ein lang ersehnter Wunsch mit dieser Abnahme in Erfüllung geht. Es ist mit der Fertigstellung des Bades eine Sportstätte für die Jugend geschaffen, die darüber hinaus ein Ort der Erholung und Entspannung für alt und jung sein soll.

Der Bürgermeister schloß seine kurze Ansprache mit einem Dank an den Bäderarchitekten Immendorf und an alle am Bau beteiligten Handwerker. Darauf übergab Architekt Immendorf den Schlüssel des Bades an den Bürgermeister, der ihn dem Bademeister weiterreichte. Mit dieser symbolischen Handlung galt das Bad als der Öffentlichkeit übergeben.

Laut Peugschat sei die Regierung ein eifriger Förderer des Schwimmsportes aus der Erkenntnis heraus, daß an Schulen, die über kein Bad verfügen, nur 5 Prozent der Kinder schwimmen können, während an Schulen mit Schwimmöglichkeiten bereits 90-100 Prozent der Schüler des Schwimmens kundig sind.

Die weitere Absicht der Gemeinde gehe dahin, vor allem mehrere Wannenbäder einzurichten und dem Betrieb eine Sauna anzuschließen. Mit der Übernahme des Schwimmerbeckens durch den Gemeinderat steht das Bad ab dem 1.6. der Öffentlichkeit zur Benutzung offen. Es bleibt zu hoffen, daß die Einwohner durch regen Besuch des Bades der Gemeindeverwaltung die Sorgen um die Amortisation und die Verzinsung des Bades zu erleichtern.